Outdoorwissen

Feuer machen mit Kienspan und Feuerstahl

Im Outdoorbereich bietet sich neben dem klassischen Feuerzeug der Feuerstahl als Feuerquelle an. Dieser besteht aus einer speziellen Metallegierung, die durch abschaben Funken erzeugt. Die Vorteile sind, dass dem Feuerstahl weder Nässe, Staub, noch Eis oder extreme Hitze etwas ausmachen. Außerdem brennt der Zündfunke fast 3.000°C heiß und kann so selbst einen leicht feuchten Zunder in Gang bringen. Der Nachteil im Vergleich zum Feuerzeug ist, dass eben nur ein Funke erzeugt wird und keine kontinuierlich brennende Flamme. Somit können durch den Feuerstahl keine Zweige oder Dochte entzündet werden, sondern es bedarf immer eines möglichst feinen Initialzunders. Im Falle meines Lieblingszündstoffs, dem Kienspan, müssen wir uns daher zunächst eine kleine Menge möglichst feiner Späne abschaben. Diese müssen so fein sein, dass sie durch einen Funken entzündet werden können. Das geht am besten, wenn man vorsichtig mit einem möglichst scharfen Messer solche kleine Löckchen schnitzt wie auf dem Bild zu erkennen.

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Späne schnitzen zur Oberflächenvergrößerung

Hat man davon ein kleines Häufchen zusammen, dann kann man das Feuer vorbereiten. Neben den Spänen als Initialzunder benötigt man noch kleine, etwa streichholzdicke Späne als nächste Zündstufe. Diese werden in die Flammen gelegt, sobald sich der Initialzunder entzündet hat. Je nach Beschaffenheit des eigentlichen Brennmaterials fürs Feuer, kann danach entweder das Brenngut oder als Zwischenstufe eine weitere Lage noch etwas dickerer Späne vom Kienspan aufgelegt werden.

Da die Flamme beim Kienspan sehr schwarz-rußig verbrennt, sollte man Feuer damit nicht in geschlossenen Räumen entzünden. Überhaupt sollte man von diesem Rauch Abstand halten und ihn möglichst nicht einatmen. Wenn man all das beachtet, dann hat man mit Kienspan allerdings einen zuverlässigen Zunder dabei, der selbst dann noch funktioniert, wenn er mal ins Wasser gefallen ist.

Wo du Kienspan findest, das erfährst du hier.

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