Abenteuer

Kletterspaß am Baum

Was tun, wenn man so richtig Bock auf klettern hat und weit und breit kein Fels vorhanden ist? Dann muss man sich eben Alternativen suchen. Beklettern kann man tatsächlich vieles: gefrorene Wasserfälle oder Gletscher, alte Industrieschornsteine, Brücken oder eben Bäume. Da es von den letzteren in Deutschland sehr viele gibt, lohnt es sich durchaus mal einen genaueren Blick darauf zu werfen. Das Baumklettern hat in der Tat einiges zu bieten und ist sogar recht vielseitig. So gibt es zum einen die klassischen Kletterbäume, die man aus der eigenen Jugend kennt. Diese zeichnen sich durch viele Äste aus, auf denen man bis hoch in den Baumwipfel steigen kann. Oft findet man diese Eigenschaften bei frei stehenden Eichen.

Kletterbaum freistehende Eiche

Je nach eigenem Sicherheitsempfinden kann man an diesen Bäumen auch ohne spezielle Ausrüstung schon eine Menge Spaß haben.

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, Bäume mithilfe der Schlingentechnik zu erklimmen. Hierfür eignen sich eher dünnere Bäume mit einer möglichst glatten Rinde wie bspw. junge Buchen.

Baumklettern Schlingentechnik

Die Technik besteht darin, dass man sich mithilfe verschiedener Bandschlingen selbst sichert und auf diese Weise den Baum besteigt. Wird eine Schlinge belastet, zieht sie sich fest am Baum zu und sichert den Kletterer so gegen das Abstürzen. Immer im Wechsel wird nun also jeweils eine Schlinge belastet und die andere dann ein Stück weiter nach oben geschoben. Der Abstieg erfolgt dann in umgekehrter Reihenfolge.

Eine weitere Möglichkeit ist es, den Baum mit der Seilklettertechnik zu besteigen. Bei dieser Technik wird im Prinzip nicht am Baum selbst geklettert, sondern an einem über einer hohen Astgabel eingebrachten Seil. Auch dafür gibt es eine Vielzahl an verschiedenen Möglichkeiten, vom einfachen „prusiken“ bis hin zum Aufsteigen mit Steigklemmen und Automatiksicherung.

Baumklettern Seiltechnik

Hierzu eignen sich im Grunde genommen alle Arten von Bäumen. Lediglich von harzhaltigen Bäumen wie Kiefern, Tannen, Fichten etc. würde ich Abstand nehmen, weil man sich daran schnell das komplette Equipment einsaut.

Ich nutze alle Techniken, weil es mir extremen Spaß macht die Welt von oben zu sehen. Außerdem kann man auf diese Weise leicht im Training bleiben und so Abseiltechniken, Seileinbau, Knotenkunde und vieles mehr immer wieder praktizieren. Wer darüber hinaus gerne mit einem bestimmten Ziel klettern möchte, dem kann ich all die zahlreichen Geocaches ans Herz legen, die auf den Bäumen der Nation verteilt liegen.

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