Outdoorküche

Superfood Brennnesselsamen

Die Brennnessel gilt als extrem vielseitiges Wildgemüse. Ihre Blätter können, ähnlich wie Blattspinat, sehr gut als Salat gegessen werden. Die reizenden Nesselhaare sitzen fast ausschließlich auf der Blattunterseite und werden beim Waschen unschädlich gemacht. Auch als Beilage gekocht oder als Einlage in der Gemüsebrühe auf der Treckingtour sind Brennnesselblätter eine super Option. Sie enthalten eine Menge Vitamine und Nährstoffe wie bspw. Kalium und Eisen.

Brennnesselblüten, daraus entstehen im Spätsommer die Samen

Das ganze wird allerdings noch getoppt von den Samen der Brennnessel. Diese enthalten eine echt ordentliche Portion Mikronährstoffe sowie reichlich an Vitamin A, B, C und E. Auch sind die Samen reich an hochwertigen Ölen mit einem hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren und dienen als pflanzliche Eiweißquelle mit sehr hohem Proteingehalt.

Brennnesselsamen gelten bereits seit dem Altertum auch als „Stärkungsmittel“ und so war es mittelalterlichen Mönchen und Nonnen auf Grund des Keuchheitsgelübtes verboten diese zu sammeln und zu verzehren. Die enthaltenen Substanzen und Vitamine gelten als potenzsteigernd, sie regen die Samenproduktion an, wirken sich positiv auf den Östrogenspiegel der Frau aus und regen die Milchproduktion bei stillenden Müttern an.

Abseits davon sind sie ein geiler Outdoorsnack für zwischendurch mit einer Wahnsinns-Energiebilanz. 100g der Samen enthalten rd. 31g Protein bei nur 4g Fett und 26g Kohlenhydraten. Sie erzeugen damit rd. 271 Kcal und geben so richtig Power.

Geerntet werden können die Samen ab dem Sommer bis spät in den November hinein, wobei die späten, braunen Samen am hochwertigsten sind.

Gönn dir also bei der nächsten Wanderung mal eine Handvoll Superfood aus heimischer Natur.

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